RP-Zeitung vom 09.09.2010 - Link hier
Premiere für Woytowicz: 90er-Jahre-Party
Emmerich (RP)Am kommenden Samstag, 11. September, ist 90er- Jahre-Party im Kapaunenberg. Zum ersten Mal unter der Regie vom neuen Pächter Werner Woytowicz, der mit dem Schützen bekanntlich einen Vertrag über mehrere Jahre abgeschlossen hat und dem Kapaunenberg neues Leben einhauchen will.
Dass der "Bölt" voll werden wird, daran besteht im Prinzip kaum ein Zweifel. Und das liegt auch daran, weil wieder jede Menge bekannter Gesichter dabei sind.
Für "Mucke" sorgen Oliver Heus (37 Jahre) und Christian Malik (40) von der "DMT Drive in Show" sowie Stephan Heßeling (32), Sven Rütter (332, Christian Preuth (34), Mark te Baay (32), Maik Trilsbeeck (30) und Ulf Gerber (33) vom Disco-Team "One".
Karten gibt es zum Preis von sechs Euro im Vorverkauf bei HK Zweirad, Alte 's-Heerenberger Straße, und natürlich im Schützhaus Kapaunenberg. An der Abendkasse kostet der Eintritt acht Euro.
Los geht es am 11. September ab 21 Uhr, Einlass ist ab 18.
NRZ-Zeitung vom 03.08.2010 - Link hier
Böltschnitzel und Schützenliese

Emmerich, 03.08.2010, Norbert Kohnen
Emmerich. Sebastianer stellten am Montag den neuen Pächter des Schützenhauses Kapaunenberg vor. Werner Woytowicz folgt auf Michael Verhey.
Sein Hobby ist das Angeln beim ASV "Rheinlust". Aber die Fische von Werner Woytowicz landen garantiert nicht in den Pfannen der Küche des Schützenhauses auf dem Kapaunenberg. Als die Sebastianer den bekannten Mietkoch aus Emmerich einmal an der Angel hatten, ließen sie nicht mehr locker. Zum 1. August ist der 45-Jährige, wie gestern bereits kurz gemeldet, als neuer Pächter auf dem Bölt eingestiegen. Er hat einen Zehnjahresvertrag abgeschlossen mit der Option, seinen Kontrakt zweimal jeweils fünf Jahre verlängern zu können. Morgen öffnet der "Bölt" nach der Sommerpause unter der neuen Leitung. Gestern stellten Direktor Manfred Schmittkamp und Ralf Bisselik als Geschäftsführer des Wirtschaftsbetriebes den neuen Pächter vor.
Den Sebastianern war die Erleichterung anzumerken, dass es kontinuierlich, also ohne Leerstand, weitergehen kann. Michael Verhey, seit fünf Jahren Pächter, hatte um vorzeitige Auflösung seines Zehnjahresvertrages gebeten, "weil ich mich aus dem Gaststättenbetrieb zurückgezogen habe". Die Verhandlungen zogen sich dann hin.
"Wir haben jetzt eine vernünftige Regelung gefunden, einen nahtlosen, sauberen übergang", meinte Bisselik: "Den Kapaunenberg zuzumachen wäre unvorstellbar gewesen."
Der neue Pächter bringt gleich zwei neue, frische Gesichter mit: Lina Honselaar aus Till, fertige Köchin, und Azubi Lena van Kampen aus Emmerich. Der Kapaunenberg wird also Ausbildungsbetrieb - gewissermaßen ein Fingerzeig in eine gute Zukunft.
Die Aufgabenteilung ist klar: Woytowicz leitet die Küche, Clemens Langer ist Serviceleiter, organisiert mit dem neuen Chef Veranstaltungen wie bereits in knapp zwei Wochen das Schützenfest.
Werner Woytowicz hat im Coprayer Hof gelernt, arbeitete in Aachen und Lindau am Bodensee. Als Mietkoch will er weitermachen, soweit es sein neuer Pächter-Job zulässt. "Das muss sich einspielen", so Bisselik.
Was spielt sich in der Küche und ab 1. September auf der neuen, großen Speisekarte ab? Hier nur soviel: die Menüs reichen von gutbürgerlich bis gehoben. Auch Lokalkolorit kommt nicht zu kurz. Gerichte wie das "Böltschnitzel", die "Schützenpfanne" oder der Kinderteller "Schützenliese" sind auch eine kleine Verbeugung vor dem Hausherrn. Es soll Lachssteaks geben, aber auch Mus mit Mettwurst.
Noch eine gute Nachricht: "Die Heizung wird noch vor der Heizperiode optimiert", kündigte Ralf Bisselik an. Die Kosten würde derjenige tragen, der die zu klein dimensionierte Anlage einst eingebaut hatte - die Emmericher Stadtwerke, so Schmittkamp.
RP-Zeitung vom 03.08.2010 - Link hier
Woytowicz neuer Pächter im Kapaunenberg

Emmerich (RP)Neue Zeitrechnung im alt-ehrwürdigen Kapaunenberg: Werner Woytowicz wird ab sofort als neuer Pächter die Nachfolge von Michael Verhey antreten. Das gab der Vorstand der St. Sebastianer, denen der "Bölt" gehört, gestern Abend bekannt.
Michael Verhey sitzt jetzt vor der Theke. Den Kapaunenberg leitet nun Werner Woytowicz, der am Mittwoch eröffnet. RP-Foto: breuer
Zur Seite stehen wird dem neuen Chef , der zuletzt als Mietkoch seine Brötchen verdiente, wie bisher Clemens Langer, der sich um das wichtige Saalgeschäft und die Theke kümmern wird. Der ehemalige Wirt der "Klause" und des "PAN-Bistro" war bereits unter Verhey als Wirt tätig. Ebenfalls zum Team gehören die Jungköchin Lina Honselaar (Till) und die Auszubildende Lena van Kampen (Emmerich).
Der gelernte Koch Woytowicz wird das Angebot des Kapaunenbergs etwas mehr als Restaurant mit gutbürgerlicher Küche und “auf Wunsch“ auch mit ausgefalleneren Speisen leiten. "Auch als Caterer oder Party-Service für Gesellschaften und Feste außerhalb des Bölt wollen wir in Erscheinung treten", so der 45-Jährige, der viele Stationen als Koch vorweisen kann. Woytowicz betonte, dass aber auch bewährte Veranstaltungen wie Discos oder der Karneval selbstverständlich erhalten bleiben.
Der neue Pächter war unter anderem auf der "Rheinkönigin", im "Limes Hotel" Xanten, in der Emmericher "Societät" oder als Küchenchef in Aachen und am Bodensee tätig. Auch an der Raststätte Emmerich/Elten schwang er bereits zwei Mal den Kochlöffel.
Zur Vorstellung von Woytowicz war auch Vorgänger Michael Verhey gekommen, dessen Vertrag aufgelöst worden ist. "Wir haben das Haus auf einen guten Weg gebracht", so Verhey, der dafür Zustimmung von Direktor Manfred Schmittkamp und Geschäftsführer Ralf Bisselik erhielt.
Woytowicz hat einen Zehnjahres-Vertrag mit beidseitiger Verlängerungsoption für jeweils zwei Mal fünf Jahre unterschrieben. Er könnte also mit 65 Jahren als Kapaunenberg-Leiter in den Ruhestand gehen. "Was ich mir gut vorstellen kann", so der Riese hinter dem Herd schmunzelnd. Dabei dürfte ihm helfen, dass die zu klein dimensionierte Heizung noch vor der Heizperiode von den Stadtwerken aufgerüstet wird, erklärte Bisselik.
Übrigens: Schmittkamp bestätigte, dass auch "Bistro 852"-Wirt Frank Meyer schriftlich Interesse am Bölt angemeldet hatte.
RP-Zeitung vom 17.07.2010 - Link hier
Kapaunenberg vor Wechsel

Emmerich (RP)Wer wird Nachfolger von Michael Verhey? Und vor allem: wann? Die Gerüchteküche brodelt. Namen wie Werner Woytowicz, Clemens Langer und Frank Meyer werden genannt. Nächste Woche soll es wieder Gespräche geben.
Neue Ideen für den Kapaunenberg? Werner Woytowicz.
Reden will darüber im Vorstand der St. Sebastianer, denen das Schützenhaus Kapaunenberg gehört, niemand. Dabei pfeifen es die Spatzen von Emmerichs Dächern, dass Pächter Michael Verhey raus aus dem Bölt will.
Seit Wochen und Monaten ringt der Ex-Getränkegroßhändler “selbst ein Sebastianer“ mit Vorstandsmitgliedern wie Ralf Laarmann (Stellvertretender Direktor) und Ralf Bisselik (Geschäftsführer) um einen Auflösungsvertrag.
Dabei geht es nach RP-Informationen auch um Geld. Grund dürfte die nach wie vor zu klein dimensionierte Heizungsanlage sein, die im Winter bei sehr frostigen Temperaturen für zu wenig Wärme, aber enorme Heizkosten beim Pächter sorgt. Andererseits dürfte Verhey Geld in das Haus gesteckt haben, das er zurück haben möchte.
Trotzdem sitzen die Sebastianer, die sich “ hinter vorgehaltener Hand “ einen neuen Pächter gut vorstellen können, am längeren Hebel. Denn sie könnten jetzt nach Ablauf des Fünf-Jahres-Vertrages mit Verhey eine Option auf weitere 60 weitere Monate ziehen. Man habe ja schließlich einen Pchter, heißt es offiziell aus gut unterrichteten Schützenkreisen.
Eine Art Drohung, um beim Auflösungsvertragspoker eine bessere Position zu haben. Was schon nächste Woche der Fall sein kännte, wenn das nächste Gespräch mit Verhey stattfinden soll.
Wer aber kommt nach GECK-Chef Verhey? Angeblich soll Frank Meyer, der an der Promenade das "Bistro 852" führt, seinen Hut in den Ring geworfen haben. "Ich wüsste nicht, wo ich mich für den Kapaunenberg beworben haben sollte", so der Gastronom auf RP-Anfrage. Doch unter den Schützen gibt es auch andere Aussagen.
Die besagen nämlich, dass Meyer sehr wohl am Kapaunenberg interessiert ist. Er hatte den Bölt bereits vor einigen Jahren gepachtet, ehe die Krankheit seiner Frau Jutta zum (nicht ganz geräuschlosen) Ende des Mietverhältnisses führte.
Die mögliche Rückkehr an die Speelberger Straße könnte wie folgt funktionieren: Jutta Meyer, die seit kurzem sehr erfolgreich die "Schute Marina" im Hüthumer Hafen übernommen hat, steigt im umsatzstarken Herbst und Winter (Karneval!) jeweils wieder im Bölt mit ein. Im Frühjahr und Sommer wäre sie dann wieder für die Gäste der "Schute Marina" da.
Wahrscheinlicher scheint aber die Lösung mit dem Emmericher Mietkoch Werner Woytowicz und dem jetzigen Wirt Clemens Langer als Gespann. Beide äußeren sich nicht zum Thema. Doch ein Ausbau des Bölt mit mehr Restaurant-Charakter und einem Catering-Service, den Woytowicz sowieso im Programm hat, scheint programmiert.
Wobei es nach RP-Informationen auch noch einen Bewerber geben soll, der nicht aus Emmerich kommt.
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RP-Zeitung vom 11.08.2009 - Link hier
Kiebitzsee: Diks will "Kriegsbeil" begraben

Zufriedenheit herrschte gestern im Rathaus. Ordnungsamt und BürgermeisterJohannes Diks freuten sich darüber, dass das "Sommerfest" der "Naturfreunde" ohne irgendwelche Zwischenfälle über die Bühne gegangen ist.
Auch wenn sich hier offenbar der Sänger von "Los Placebos" die Seele aus dem Leib schreit: Lautstärke-Probleme gab es nur ganz selten. Was nicht selbstverständlich ist, da ein kleiner Teil der Anwohner sogar per Gericht das kleine Comeback des "Rock-over"-Festivals im Vorfeld verbieten lassen wollte.
Bereits am Wochenende hatte Diks mit einem Teil der Anwohner, die gegen das Fest sind, geredet. "Ruhig und sachlich", wie Diks gestern kommentierte. Er wird in nächster Zeit noch einmal das Gespräch suchen, "damit irgendwann
Ansonsten fand Diks, der an beiden Tagen zu Gast war, lobende Worte für Atmosphäre und Organisation. Und er sprach aus, was viele Musik-Fans dachten: Die etwas gedämpfte Lautstärke kam bei vielen Gästen nämlich gar nicht so schlecht an.
Zufriedenheit auch bei den Organisatoren. "Wir werden auf jeden fall ohne Verlust aus der Veranstaltung gehen", so "Rock-over"-Geschäftsführer Jan Ludwig. Der Verein war ja bekanntlich für das Musikprogramm verantwortlich. Profitiert habe man laut Ludwig auch vom Entgegenkommen der Bands bei den Gagen und bei den Bühnenbauern. Auch Mietkoch Werner Woytowicz, der fürs Catering der Bands zuständig war, habe Herz für das Fest gezeigt.
Ganz wichtig: Durch die Kontrolle der Stadt wurden auch die Lautstärkebeschränkungen eingehalten. "Dass dieses Limit ab und an um ein ganz klein wenig überschritten wurde, lässt der Gesetzgeber aber zu", so Bürgermeister Diks, der momentan keinen Grund gegen ein solches Fest im nächsten Jahr sieht.
Highland Dell Lodge - USA - Link hier
2009 Winemaker Dinner

Alle Informationen zum Gastkochen in der Highland Dell Ladge - USA - unter dem oben aufgeführten Link.
NRZ-Zeitung vom 23.12.2008 - Link hier
Unter Volldampf

Werner Woytowicz ist "der Mietkoch". Der Emmericher bruzzelt auf Bestellung am heimischen Herd des Auftraggebers.
Öfter mal was Neues. Unter dieses Motto stellt Werner Woytowicz sein privates Festmenü. Zu Weihnachten gibt es etwas Kurzgebratenes vom Strauß. "Das Fleisch ist sogar cholesterinsenken", erklärt der Koch, der sich auch beruflich gedacht hat: Öfter mal was Neues. Seit August dieses Jahres ist Woytowicz "der Mietkoch".
Berufliches Standbein
Wie der Name schon sagt, kann man den Emmericher mieten. Für die eigenen vier Wände. Genauer gesagt für den eigenen Herd. Denn Woytowicz rührt Soßen, brät Fisch und Fleisch oder schmort Gemüse direkt beim Auftraggeber. "Die Idee hatte ich schon länger", sagt der 43-Jährige."Gerade auch aus meinem Bekanntenkreis kam die Ermutigung, dass ich daraus ein berufliches Standbein entwickeln könnte."
Der gelernte Koch “ die Lehre absolvierte er ab 1983 im Restaurant Cordes in Warbeyen“ weiß, was es bedeutet, mobil zu sein. Nach Stationen unter anderem als Küchenchef in Bayern, Aachen, Düsseldorf und Xanten machte sich Woytowicz auch in seiner Heimatstadt einen Namen. So war er auf der Rheinkönigin und in der Societät tätig. "Von gutbürgerlich bis anspruchsvoll gehoben", beschreibt Woytowicz selbst sein Koch-Repertoire. Gerne experimentiert der 43-Jährige mit regionalen Produkten. So hat er einen Wall-Fleischhauer-Schaum entwickelt. Ein echtes Highlight ist das aus Lohmann-Schokolade hergestellte MaMiNu-Parfait, das anlässlich des Herrenessens vom Bürgerverein im vergangenen Jahr kreiert wurde.
Werner Woytowicz ist in seinem Job auf alle Eventualitäten “ und damit sind nicht nur die Speisewünsche gemeint “ vorbereitet. Von einem romantischen Candlelight-Dinner im intimen Kreis bis zu einer großen Geburtstagsgesellschaft.
Kulinarische Herausforderung
Der Mietkoch nimmt die kulinarische Herausforderung an. An Equipment mangelt es nicht. So bringt Woytowicz, falls nötig, vom Schneebesen über Geschirr und Besteck bis zur Servierkraft alles mit. Für Vorbereitungen, dem so genannten Mise en place, zu größeren Events kann er dank einer Kooperation mit Daniel Maiß die Küche im PAN-Bistro benutzen.
Besonderen Wert legt der passionierte Angler auf eine intensive Absprache über Speisenfolge und -wünsche mit seinen Kunden. "Im Prinzip ist fast alles möglich. Ich gehe individuell auf dieWünsche der Kunden ein", schränkt Woytowicz seine Speisenvorschläge bewusst nicht ein. "Im Endeffekt hängt es natürlich von der Personenzahl ab".
Mal ganz abgesehen davon, dass Woytowicz seinen Arbeitsplatz von den eher unpersönlichen und teilweise steril wirkenden Profiküchen an den "heimischen Herd" verlagert hat, sieht er noch einen weiteren Vorteil. "Ich finde es immer sehr spannend, wenn mir die Leute beim Kochen über die Schulter gucken", so Woytowicz, der durch die vielen Kochshows im Fernsehen im Allgemeinen ein ganz anderes Bewusstsein zum Essen und Trinken in der Bevölkerung spürt. "Der Hobby-Koch ist heute viel informierter, hat aber weniger Zeit als früher."
NRZ-Zeitung vom 21.12.2008 - Link hier
Nicht jeder Versuchung widerstehen

Im Rahmen von Monika van der Sants Beitrag zu "Emmerich Kreativ" zauberten Köche "Schäume und Träume".
In das Land der "Schäume und Träume" entführten Werner Woytowicz und Daniel Maiß gestern die Emmericher. Es war die Versuchung, die die Menschen in das ehemalige Ladenlokal von "Alexander Herrenmoden" an der Steinstraße zog, denn Marion van der Sant hatte im Rahmen ihrer gleichnamigen Ausstellung ein Koch-Event der Extraklasse organisiert.
"Espuma", das spanische Wort für "Schäume", waren das Thema, das die beiden bekannten Emmericher Köche sich für diesen Anlass überlegt hatten. "Es muss eben nicht immer das Schweinefilet sein", erklärte Daniel Maiß.
Johnny Cash und florale Kunst
Auch mit außergewöhnlichen Mitteln wie einem Sahnespender lassen sich interessante Kleinigkeiten zubereiten. "Von süß bis herzhaft ist mit den Schäumen alles möglich", so Maiß, "jede Kombination ist denkbar.
Oscar Wilde war es, der Monika van der Sant zum Thema ihrer Ausstellung inspirierte. "I can resist everything, except temptation" ("Ich kann allem widerstehen, außer der Versuchung") lautet sein berühmtestes Zitat, das sie sich für ihre Präsentationen im Rahmen von "Emmerich Kreativ" zum Motto gemacht hat. "Es geht um die Versuchung in all ihren Facetten", so Monika van der Sant: "Dazu gehört eben auch das Essen."
Die kulinarischen (Gratis-)Leckerbissen sind deswegen längst nicht die einzigen Anreize, die die Floraltechnikerin den Emmerichern bietet, der Versuchung zu erliegen. Mit ihren eigenen Werken und erschütternder Kunst von Markus Giltjes, die die Versuchung, die von grausamen Dingen und Menschen ausgeht, in Bilder fasst, gelingt ihr dies genauso wie mit Musik. "Auch Rock'n'Roll ist eine Versuchung", so Monika van der Sant. Und so hatte die Emmericher Band "Boomchickas" die Steinstraße am Weihnachtsmarkt-Wochenende auf den Kopf gestellt. "700 Leute waren da, in Dreierreihen standen sie um das Geschäft herum", freute sie sich über die Wirkung ihrer Ausstellung. Mitschnitte des Konzerts verbreiteten auch gestern noch die entsprechende Stimmung.
Die kam auch den Köchen zugute: Etwa 100 Gäste bedienten sich bis 17 Uhr an ihrem Buffet aus süßen und herzhaften Schäumen. Wilma Maiß erkannte die Qualität dieser Spezialitäten schnell: "Sie schmecken wirklich sehr leicht, aber man wird trotzdem schnell satt."
Noch drei Wochen
Satt sind die Emmericher die Versuchungen noch lange nicht: Bis zum 15. Januar wird Monika van der Sant sie mit weiteren Sinnesreizen verwöhnen. Außer Mittwochs täglich von 10 bis 18 Uhr in der Steinstraße 41.
NRZ-Zeitung vom 02.11.2007 - Link hier
Bürgermeister im hohen Duett
MA-MI-NU-EISPARFAITZu loben ist das exzellente Mehrgänge-Menü, das sich die 144 Gäste auf der Zunge zergehen ließen und das diesmal vom Koch der "Rheinkönigin", Werner Woytowicz, aus niederrheinischen Spezialitäten komponiert worden war. Kostproben gefällig? Hirschkalbsrücken und Lohmanns Ma-Mi-Nu-Eisparfait.
EMMERICH. Es war ein besonderes Herrenessen. Freddy Heinzel begrüßte die "Herr-schaften" zum ersten Mal als Erster Direktor des Bürgervereins, und es war ihm gelungen, mit Theo Brauer zum ersten Mal seit 1965 wieder einen Klever Bürgermeister am langen Tisch der Ehrengäste zu begrüßen. Was der erlauchte Kreis an Bord der Hellschen "Rheinkönigin" mit viel Beifall quittierte.
Der Anwalt Richard van de Loo hatte anlässlich der Rheinbrücken-Einweihung vor 42 Jahren als letztes Klever Stadtoberhaupt dem Herrenessen des traditionsbewussten Bürgervereins, der im nächsten Jahr sein 185-jähriges Jubiläum feiert und zu dem Ehrendirektor Norbert Gies eine Festschrift vorlegen wird, die Ehre erwiesen und in einer launigen Ansprache geäußert, er freue sich auf die neue Verbindung Kleve-Emmerich. Auf den Namen der Rheinbrücke käme es dabei nicht an. Der Anlass, warum er nunmehr Kleves Ersten Bürger eingeladen habe, sei die Eröffnung der Rheinpromenade, erklärte Heinzel. Im übrigen habe sich die Kontroverse um den Namen der Rheinbrücke längst gelöst: "Die Rheinbrücke heißt Emmericher Rheinbrücke!"
Die neue Rheinpromenade sei ein "sichtbares Zeichen" dafür, dass es in Emmerich vorwärts gehe, führte der Erste Direktor weiter aus: "Wir haben sogar Touristen aus Kleve". Es seien inzwischen so viele Besucher, dass Emmericher um ihre Stammplätze fürchten müssten. Bürgermeister Johannes Diks belegte den Aufwind in seiner Ansprache später mit Zahlen. Hätten die Touristik-Information im vorigen Jahr 8000 Besucher angesteuert, seien in diesem Jahr im iCE bereits 21 000 Gäste gezählt worden: "Daran kann man sehen, wie die neue Rheinpromenade zieht."
Theo Brauer erweckte den Eindruck, sein Spielbein in Emmerich zu haben und listete recht bunt schillernde "Ankerpunkte" auf: Hier sei sein Hausarzt und früher auch sein Friseur gewesen. Und er habe mehrere Abende im "Scotch-Club" verbracht und fragte in die Männerrunde: "Sie auch?" Die spontanen Reaktionen ließen das vermuten.
Kleve sei eine Stadt, die floriere und "die die Emmericher braucht". Beide Nachbarstädte hätten "gemeinsam riesige Aufgaben, auch grenzüberschreitend". Brauer: "Wir haben enorme Stärken, wir müssen unsere eigene Identität, unser eigenes Selbstbewusstsein multiplizieren." Theo Brauer: "Die Region muss sich stärker nach draußen darstellen." Johannes Diks und er seien ein Team, das sich "im hohen Duett" darstelle.
Der demonstrative Gleichklang auf allerhöchster Ebene erfährt seine Steigerung nur noch in liebenswürdigen Frotzeleien. "Sie dürfen ruhig Emmericher Rheinbrücke sagen", zeigte sich Brauer nämlich nur scheinbar großherzig, um dann hinzuzufügen: "Ich habe den Schlüssel zu der Eröffnung, Sie nicht."
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